Neuraltherapie nach Dr. Huneke

Die Neuraltherapie fordert in ihren Richtlinien, dass örtlich begrenzte Reizzustände, sogenannte Störfelder, Nervenbahnen so reizen können, dass sie auch in entfernten Körperregionen chronische Beschwerden auslösen und in Gang halten können.
Dabei soll jede krankhaft veränderte Stelle des Körpers und jedes krankhaft veränderte Organ zum Störfeld werden können. Durch die von diesem Störfeld ausgelöste permanente Reizung entstehe für den Körper ein Dauerstress, der seine eigenen Regulationsmechanismen störe und zu einer „Regulationsstarre" führe. Die Neuraltherapie, so die Autoren, unterbricht diese Starre mit Hilfe des injizierten Lokalanästhetikums und der auslösende Herd erhält so wieder Anschluss an das gesamtkörperliche Geschehen.

Diagnose und Therapie

Zwischen der Entstehung eines Störfelds und der Entstehung dadurch bedingter Beschwerden können aus unserer Sicht Jahre vergehen, was eine besonders genaue Befunderhebung nötig macht. Die Neuraltherapie kann nach ihrem Selbstverständnis sowohl therapeutisch zur Behandlung als auch diagnostisch zur Störfeldsuche eingesetzt werden. Häufige „Störfelder", wie wir das nennen, finden sich z.B. an Narbenverläufen, im Zahn- und Kieferbereich oder an den Mandeln.


Zu Beginn der Behandlung wird ein sehr ausführliches Gespräch geführt. Im Rahmen der eigentlichen Behandlung werden sehr geringprozentige Procain- oder Lidocainlösungen zur Bildung von Quaddeln unter die Oberhaut (intrakutan) injiziert. Gelegentlich werden auch medizinische Kochsalzlösung oder verschiedene homöopathische Kombinationspräparate zur Auslösung des Heilreizes eingesetzt.


Pro Behandlung werden ca. 5-10 ml des Lokalanästhetikums (oder eines anderen, für die Neuraltherapie geeigneten Medikaments) gespritzt, je nach Krankheitsbild und Ort der Beschwerden meistens auf mehrere Einstichstellen verteilt. In einigen Fällen reicht bereits eine einzige Behandlung aus, häufig sind jedoch 5-10 Behandlungen sinnvoll, um einen dauerhaften Erfolg zu erzielen.

Mögliche Einsatzbereiche der Neuraltherapie aus naturheilkundlicher Sicht könnten beispielsweise sein (alphabetisch):

 

Das sind vor allem Erfahrungen der Autoren und einzelner Therapeuten, nicht Gegenstand wissenschaftlicher Studien.

Die Neuraltherapie ist aus naturheilkundlicher Sicht für die Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen – auch in Kombination mit anderen Therapien – gut geeignet. Trotzdem kommt Sie nicht für jeden Patienten gleichermaßen in Frage, so z.B. nicht für Patienten mit Gerinnungsstörungen. Auch über mögliche Nebenwirkungen und Risiken informiere ich Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.

Wie schon oben erwähnt, steht die evidenzbasierte Medizin als wissenschaftliche Disziplin, nicht unbedingt einzelne Klinikärzte und niedergelassene Ärzte der Neuraltherapie ablehnend gegenüber. Ausreichende wissenschaftlich valide Studien zum Beweis der Wirkung und Wirksamkeit fehlen, so dass die genannten Anwendungsgebiete und Wirkungsweise den Beobachtungen der Entwickler und einzelner Therapeuten entsprechen.

 

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